Snow White and the Huntsman

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    • Snow White and the Huntsman

      Heute Abend habe ich das erste Mal Snow White and the Huntsman gesehen. Hier meine Filmkritik über den Film mit Kristen Stewart:

      Snow White and the Huntsman ist ein düsterer, magischer Film. Wer hier das typische Schneewittchenmärchen sucht, sollte besser weiter suchen.
      Die Effekte im Film selbst sind atemberaubend und spannend.
      Die Geschichte um Schneewittchen ist jedem bekannt und spiegelt sich auch in "Snow White and the Huntsman" wieder; allerdings mit kleinen aber feinen Unterschieden, die meiner Meinung nach einen komplett anderen Film daraus machen.
      Snow White's Mutter stirbt nicht bei der Geburt, sondern erst einige Jahre später. Durch einen Zufall lernt ihr Vater die böse Hexe "Ravenna" kennen, die ihn noch in der Hochzeitsnacht erdolcht. Von nun an ist Snow White in einen Turm gesperrt, während Ravenna gemeinsam mit ihrem etwas blasswirkenden Bruder die Herrschaft über das Land an sich reißt.
      An sich ist der Geschichtsverlauf im Film sehr interessant, teilweise gibt es jedoch Stellen, an denen ich mir dachte : "Hä?".
      Beispiele: Snow White entkommt aus dem Turm, wird geleitet durch zwei Vögel in die Freiheit. Plötzlich liegt ein weißes Pferd am Strand, wie für sie gemacht und bringt sie vom Schloss fort. Natürlich ist Schneewittchen ein Märchen, dennoch störte mich dieser extreme Mischmasch aus: Action -> kitschiger Märchenfilm.
      Den ganzen Film über ist Snow White ein verschüchtertes Mädchen von 18 Jahren, hat sie schließlich ihr halbes Leben bisher im Turm verbracht. Sie kann, wie es sich für Schneewittchen gehört, keiner Fliege etwas zu leide tun und verabscheut Gewalt. Begleitet wird sie von "Huntsman", einem Mann der eigentlich dafür angeheuert wurde, um sie zu schnappen, da Ravenna ihm versprach, seine tote Frau wieder zum leben zu erwecken. Als der Bruder aber zugibt, dass sie es nicht kann, schlägt er sich auf die Seite von Snow White und verhilft ihr zur Flucht.
      Snow White wird durch den halben Film gejagt, die Hetzjagden reihen sich nur gerade so aneinander, bis Ravenna sie endlich in die Falle locken kann und sie durch einen vergifteten Apfel "erstickt".
      Snow White wird von den allseits bekannten Zwergen, dem Huntsman und ihrem Freund aus Kindertagen William zu einer Festung gebracht, die Zuflucht all denen bietet, die vor Ravenna flüchteten.
      Nur kurze Zeit ist das kleine Prinzesschen tot, wird zuerst von William geküsst, einige Minuten später dann vom Huntsman. Widererwarten ist es Huntsman die sie ins Leben zurück knutscht und nicht William, für den sie Gefühle hegt, wie man unschwer erahnen und erkennen kann.
      Snow White hatte während ihres Deliriums einen Geisteswandel.
      Emanzipation heißt die Devise und aus dem ängstlichen Prinzesschen wird eine halbe Kriegerbraut, die ihr Volk zum Kampf aufruft.
      Gemeinsam mit ihren treuen Freunden und der Armee ihres Vaters reitet Snow White zu Ravenna's Schloss, um sie in einem kurzen Kampf zur Strecke zu bringen.


      Ich verrate hier absichtlich nicht alles, da es den Spaß am Film nimmt.
      Auch wenn diese Filmkritik mehr als negativ zu lesen ist, so möchte ich nicht, dass der Film an sich schlecht geredet wird. Mir hat er gefallen, bis auf einige Szenen, wo man sich einfach gedacht hat: Wo ist jetzt der Zusammenhang? Warum reden die nicht miteinander? Haben sich Jahrelang nicht gesehen und haben sich nichts zu sagen? Plötzlicher Sinneswandel? Woher kann dat Mädel denn plötzlich kämpfen, wenn sie zuvor nie ein Schwert in der Hand hatte?
      Kristen Stewart hat die Rolle der Schutzlosen einfach drauf, ist sie bereits bekannt aus dem mehrreihigen Kinohit "Twilight". Man kauft ihr die Rolle ab, nicht aber die, der kraftvollen neuzeitigen Xena.



      Zieht euch den Film rein, es lohnt sich trotz der kleinen Mäkel ;)

      Cheerio,

      Mara
      Dum Spiro Spero - Solange ich atme, hoffe ich!