Operation Heartbreak - Band 1: Herz & Seele

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    • Operation Heartbreak - Band 1: Herz & Seele

      Im Rahmen des Schreiberforums, in dem meine Freundin und ich sind, haben wir ein Projekt in Arbeit, dass ich hier mal ein wenig vorstellen möchte. Kommentare sind gern Willkommen, besonders, was die Coverentwürfe betrifft. Danke. :)

      "Operation Heartbreak - Band 1: Herz & Seele"

      Genre: Cyberpunk Noir mit übernatürlichem Einschlag und einer Prise Sex
      Zielgruppe: 18+
      Setting: zukünftiges Cyberpunklondon mit Steampunkeinflüssen

      Teaser:
      Man schreibt das Jahr 2133. London.
      Konzerne haben die Macht in der Welt und bestimmen den Lauf der Zukunft. Jack Heartless, Detektiv für paranormale Phänomene, wird von der "Hearts & More"-Corporation, vertreten durch die junge, abgefuckte Eleanor van Aahlen, angeheuert, ein altes, stillgelegtes Fabrikgelände der Corporation zu untersuchen. Vor vielen Jahrzehnten kam es dort zu zahlreichen unerklärlichen Todesfällen bei den Mitarbeiten, so dass es aufgegeben werden musste. Seitdem gilt dieser Ort als verflucht. Als Jack eine Privatwohnung auf dem Gelände untersucht, findet er sich unwissentlich am Totenbett des sterbenden Theodor van Aahlen wieder und wohnt dessen Tod bei. Jack's Auftraggeberin bleibt von dieser Tatsache irritierend unbeteiligt. Doch plötzlich steht der Geist des verstorbenen Theodor vor Jack und scheint nicht gewillt zu sein, die Seite des Detektives je wieder zu verlassen...
      Währenddessen erschüttern grausame Morde London und Großbritannien. Diese lassen Vermutungen auf die Rückkehr eines alten Bekannten und Namensvettern von Jack zu.


      Charaktere

      Hauptcharacktere:

      Eleanor van Aahlen

      Fünfundreißigjährige, taffe, selbstbewusste, pansexuelle und völlig geisteskranke Schlampe auf einer selbst aufgebürdeten, zweifelhaft seltsamen Weltrettungsmission, mit viel Kollateralschaden. Sie wird von Anderen vermutlich gern mal als sadistisch und soziopathisch angesehen. Was man per se auch nicht ohne Weiteres abstreiten kann.
      Sie ist Erbin und Hauptteilhaberin von "Hearts & More Europe" und damit für die Arbeitsmittelbeschaffung und die Organisation zuständig.

      Jack Heartless

      Geboren 1906 und 2133 immer noch alive and kickin'! Mit seinen 223 Jahren scheint er recht unsterblich. Er weiß nicht warum, versucht es jedoch herauszufinden. Er hat eine Gleichgültigkeit gegenüber der Welt entwickelt, ist ruhig und besonnen. Außerdem hat er Kontakt zu anderen Unsterblichen.
      Er ist Detektiv für Paranormales mit einer persönlichen Vendetta gegen den Geist von Jack The Ripper, dem er aber bisher leider nie persönlich begegnet ist. Zyniker, unbeeindruckt von der Welt des Übernatürlichen und abgebrüht.

      Theodor van Aahlen

      Single. Geist von Eleanors Onkel. Ehemaliger Kopf von "Hearts & More Europe". Vor seinem Tod Haupthändler auf dem Schwarzmarkt und ist an der Kristallkrankheit erkrankt. Ein kleines Arschloch, nicht per se böse, aber...ein kleiner alter Sack. Quälgeist in Jacks...Gluteus Maxmius. Eleanor ist für ihn, wie die Tochter, die er nie hatte. Das Verhältnis zwischen ihm und Eleanor ist von Vertrauen und Verständnis für einander geprägt. Er ist sich um Eleanors Geiteszustand bewusst. Er macht sich Sorgen um seine Nichte aufgrund ihrer speziellen Vorlieben.

      Nebencharacktere:

      Jaqueline von Aahlen

      Eleanors Mutter. Sie ist an Pathos nicht zu überbieten, Medikamente-, Alkohol-, und Aufmerksamkeitssüchtig. Sie hat eine leicht soziopathische Veranlagung, ist nymphomanisch, mit depressiven Episoden und hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht ihrem Ehemann das Leben zur Hölle zu machen. Eleanor versorgt Jaqueline immer wieder mit nicht getesteten Psychopharmaka, um sie von ihrer Krankheit zu "heilen". Der analytische Faktor, der bei den Drogentests rumkommt, ist natürlich nur willkommener Nebeneffekt... *hust* Eleanor ist aber tatsächlich davon überzeugt, ihrer Mutter damit etwas Gutes zu tun und der Welt damit einen höheren Dienst zu erweisen.

      Dante
      Unsterblicher. Er ist ein religiöser Fanatiker und hegt einen persönlichen Groll gegen die wissenschaftlichen Errungenschaften der Van-Aahlen-Familie und somit die "Hearts&More"-Corp.

      Die Welt:

      Die Unsterblichen (Achtung Spoiler!)

      Diese sind in den 1930er Jahren durch illegale wissenschaftliche Experimente von einem Doktor Eccleston und seinem Team an obdachlosen Menschen entstanden. Doktor Eccleston gehörte der geheimen Sektion 9 der damaligen "Harts&More" an. Insgesamt wurden 3000 Unsterbliche geschaffen. Sie sind größtenteils resistent gegen Krankheiten und altern nicht. In den 50er Jahren wurde durch Dante und seine Anhänger der gesamte Forschungskomplex der Sektion 9 in die Luft gejagt und alle Mitglieder des Forschungsteams wurden getötet. Bisher galten alle Unterlagen zu den Experimenten als zerstört oder verschollen.
      (Spoiler Ende!)

      Fortbewegung
      Nach wie vor mit Autos oder Magnetschwebebahnen. Wohlhabende Menschen nutzen "Aerodiver" (kleine Fluggeräte, mit den man sowohl fliegen, als auch auf normalen Straßen fahren kann) auf Skyways (Flug-"autobahnen").

      Geister

      Nicht jeder kann Geister wahrnehmen. Aber mit bestimmten Sensoren und Gerätschaften ist es möglich sie zu Orten. Mit Hilfe solcher Sensoren kann theoretisch ein holographisches Abbild erschaffen werden, auf das die Bewegungen und die EVPs (https://de.wikipedia.org/wiki/Tonbandstimmen) des Geistes übertragen werden können.

      Typ 1 ist wenig mehr als eine Art Echo, das eine verstorbene Person in der Welt hinterlassen hat. Diese Echos haben keine Persönlichkeit in dem Sinne, sondern manifestieren sich durch Orbs (https://de.wikipedia.org/wiki/Geisterfleck) oder Reflektionen im Spiegel oder ähnliches.
      Typ 1 ist nicht gebunden sondern bewegt sich ungezielt durch die Welt und ist soweit harmlos. Sobald er seine Restenergie aufgebraucht hat, verschwindet Typ 1.

      Typ 2 sind Entitäten, die zu Lebzeiten noch etwas zu erledigen hatten, dies aber aus aus welchen Gründen auch immer nicht umsetzen konnten. Diese Entitäten versuchen im Nachleben Einfluss auf die materielle Welt zu nehmen, dass das Unerledigte doch noch abgeschlossen werden und die Entität weiterziehen kann. Dieser Einfluss kann zum Beispiel aus EVPs bestehen, oder darin, auf Kameras undeutlich sichtbar zu werden, oder sich (sehr) kurz als torsomäßige Erscheinung anderen Menschen gegenüber zu manifestieren. Das kostet der Entität aber Kraft und kann im Extremfall dazu führen, dass sie zerstört wird.Typ 2 ist an den Ort oder die Person gebunden, mit dem/der das Unerledigte zusammenhängt, kann sich in dem Umfeld aber frei bewegen.
      Typ 2 verschwindet, sobald das unerledigte erledigt ist.

      Typ 3 ist eine mit extrem negativer Energie geladene Entität, die nach ihrem (oft gewaltsamen) Tod zu einer Art Dämon wurde und den Menschen Schaden will. Ist er stark genug kann er Typ 3 sogar direkten Einfluss auf die materielle Welt nehmen (Psychokinese, Besessenheit etc.).
      Typ 3 ist an den Ort oder die Person gebunden, dem/der sie Schaden möchte und kann, sobald er mit damit fertig ist, andere Personen oder Orte heimsuchen (buchstäblich), an die er sich damit dann wieder bindet und so fort.
      Dadurch, dass Typ 3 Kraft aus den negativen Energien der Welt zieht geht ihm der Saft nicht so einfach aus und er kann sich quasi immer wieder aufladen, Kräfte sammeln, fokussieren und somit immer mächtiger werden. Aber das dauert halt seine Zeit.
      Typ 3 kann nur beseitigt werden, indem man ihn austreibt.

      Lasst euch entführen, in ein London voller Cyberpunk, Sex, Gewalt, Übernatürlichem, Geister, Geisteskranker, Intrigen, Geheimnissen, Unsterblichen und mechanischen Herzen. Mit einer nostalgischen 30er-Jahre-Note.

      Das sind so die ersten Informationen zur Sache. Ist alles noch in Arbeit und ich hab jetzt auch noch bei Weitem nicht alles von den Konzepten und Überlegungen, die wir haben hier gepostet. Trotzdem würde ich mich über Kommentare freuen. :)

      Oh ja, und die Coverentwürfe:
      Operation Heartbreak erster Entwurf.jpgOperation Heartbreak zweiter Entwurf mit Titel.jpgOperation Heartbreak dritter Entwurf Andere SChriftfdarbe kleiner.jpgOperation Heartbreak 5ter Entwurf mit Titel.png[/i]
    • liest sich spannend und ich würde mir den Infos angefixt weiterlesen wollen. Die Cover empfinde ich als zu wenig Steampunk. Ist das Model deine Freundin? Ich hätte jetzt etwas futuristisches aber dennoch abgewracktes erwartet. A la Hinterhof oder Gebäudereste...Fabrikhalle oder so.

      Freu mich auf mehr :)
      Wo viel Licht ist,
      ist viel Schatten
      ~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-~-
      Mach mit:
      :goth1: Google-Maps-Karte "Schwarzer Reiseführer"
    • Yay! Dann sind wir auf einem gar nicht so schlechten Weg. :)

      Ja, das Model ist meine Freundin. Mit dem Hintergrund hast Du durchaus recht. Aber ohne Budget ist es gar nicht so einfach, futuristische Locations zu finden.
      Steampunk ist bei dem ganzen eher subtil. Settingmäßig steht Cyberpunk eindeutig im Vordergrund.
    • Dann gab da noch:

      Kristallfrost
      Ist eine Erkrankung, die am Ende des 21. Jahrhunderts zum ersten Mal auftrat. Sie lässt innere Organe kristallisieren, beginnt meist im Magendarm-Trackt, geht irgendwann auf das Rückenmark über und befällt im Endstadium das Hirn. Kristallisierte Organe sind zu begehrten Schmuckstücken gewurden, die überwiegend über den Schwarzmarkt erstanden werden können. Ein Erkrankter kann sich aber auch dazu entscheiden, seine Organe seiner Familie zu überlassen, so dass diese sie entweder behalten, oder teuer verkaufen kann.
      Wo die Kristallkrankheit herkommt ist noch nicht hinreichend bekannt. Man vermutet, dass es etwas mit implantierter Cyberware und Siliziumrückständen, die sich im Körper anreichern, zu tun hat. Und ja, das Herz wird beim Fortschreiten der Krankheit auch befallen. Kritallherzen sehen doch ganz schick aus und El's Firma profitiert durchaus von der Krankheit.


      Dann kommen zu den Charakteren noch Oliver Wang dazu, weitere News comming soon.
      Und dann gibt's da noch die Zwillinge Jab und Bob (Jaboah und Bobo Kofi Danso), El's Allzweckaufräumkommando.
    • Geht auch direkt weiter.
      Okay, ein paar geografische Denkansätze. Nichts davon ist final.

      Das japanische Festland ist untergegangen. Die Japaner haben sich über den Rest Asiens verteilt und zusammen mit China, Tibet und den anderen asiatischen Ländern (und Teilen Russlands) einen gemeinsamen großen Länderbund gegründet. Name steht noch aus.
      Die asiatische Popkultur hat einen globalen Aufstieg erhalten, so von wegen untergegangene Kulturen sind cool und müssen erhalten werden. Somit zieht sich die japanische Popkultur durch alle gesellschaftlichen Schichten und Kulturkreise. Kawaii, Motherfucker.

      Die USA haben sich auch verändert.
      Nachdem Trump 2016 die Präsidentschaftswahlen gewonnen hat, schwang er sich zum Diktator auf. Das fand ein nicht geringer Teil der USA natürlich nicht so grandios und meinte: "Nö, wir gehen schaukeln."
      Der Teil der USA, der sich daraufhin abgesplittert hat bezeichnet sich jetzt als NeoUSA, der Teil, der von Trumps nachfahren regiert wird heißt offiziell Trumpland. Niemand nimmt Trumpland wirklich ernst, aber loswerden tut man's auch nicht. Aber immerhin kann man hinreisen und live erleben, wie eine antiquierte Gesellschaft mit antiquierten Strukturen (Frauen an den Herd, Gott hat die Erde in 7 Tagen erschaffen etc.) abläuft und sich ausgiebig darüber echauffieren. Oder kaputtlachen, je nachdem, wessen Geistes Kind man ist.
      'Muricah great again, Motherfucker.

      Mittendrin dann halt Großbritannien, das nach'm Brexit relativ alleine dasteht, sich aber ganz passabel behauptet (und sogar Schottland behalten konnte, primär, weil's sonst keiner haben wollte.).
      Cheerio, bloody wanker.

      Generell haben sich die Sprachen entwickelt und vermischen viele Slangs und Begrifflichkeiten mit der je nach Land gebräuchlichen Sprache. (Uhrwerk Orange hat sowas ähnliches, wer es gelesen hat.)

      Und der Weltraum (bisher Mond und Mars) wird auch besiedelt.
    • Mal ein kleiner Textteaser. Die Vorlage einen repräsentativen Text mit maximal 300 Wörtern zu schreiben, der ein wenig den Stil umreißt.
      Hinweis: Dieser Text kommt nicht im eigentlichen Buch vor.

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      Von wegen, dieses Gebäude war gereinigt!
      Jack rannte in diesem Moment um sein nacktes Leben undverfluchte Patrick in Gedanken mit allem anderen als politisch korrektenPhrasen. Die Entität, die hinter ihm die Regale ausräumte und deren Inhalthinter ihm her schleuderte, war eindeutig Typ 3 und überhaupt nicht erfreut,von Jack hier besucht zu werden. Patrick hatte davon gesprochen, hier bereitseine Reinigung vorgenommen zu haben und lediglich ein paar Typ 1 auf den Weggeschickt zu haben. Entweder ließ er auf seine alten Tage nach, wasAustreibungen betraf, oder…nein, wahrscheinlich wurde er einfach nur alt.
      Jack sprang mit einem Satz über ein paar Rohre hinweg, die von denzweckentfremdeten Projektilen ebenfalls aus dem Regal gerissen worden waren,landete schlitternd und während er sich rutschend um die eigenen Achse drehte,knöpfte er mit fließenden Bewegungen die Säume seines Hemdes auf und legtedurch hochkrempeln die Tattoos frei, die er sich extra für so eine Extremsituationhatte stechen lassen.
      Er presste die Unterarme zusammen und bildete so die mächtige Glyphe, die siejeweils zu Hälfte zierte und brüllte: „Hinc eieci planum in aeternum!“
      Es war ein Kampf des Willens, von dem sich Jack nicht sicher war, ob er ihn wegenseiner eigenen Willensstärke gewann, oder weil er die Entität schlichtüberrumpelte. Das war letzten Endes aber auch unwichtig, denn das Ergebniszählte. Die Luft zwischen ihnen flimmerte kurz auf und die Entität, die ihneinigen Metern Entfernung schwebte, leuchtete auf und verging in einerüberraschend unspektakulären Explosion aus Licht.
      Jack atmete durch und wischte sich Staub und Dreck von seinem Ärmeln, währender sie wieder herunterkrempelte. Jetzt würde er erstmal was Starkes trinkengehen und dann ein paar ernste Worte mit Patrick reden.
    • Okay. Heute war der erste Tag NaNoWriMo und wir haben unsere Quote mit je rund 1500 Wörtern beinahe erfüllt.
      Und einen Teil, den ich geschrieben habe, also aus der Sicht des Charakters Jack, möchte ich euch einfach mal als Teaser nicht vorenthalten. Vielleicht gefällts ja jemandem. :) Dieser Teil wird auch im Buch vorkommen. P.S.: Wer Tippfehler findet, kann sie gern behalten ;)

      Spoiler anzeigen
      Jack 01

      Fahrige Hände fingerten am Schlüsselloch der Kommode herum, stocherten mit den gebogenen Haarnadeln immer wieder im Schlüsselloch herum. Eile war geboten, bevor Mutter ihn überraschen konnte.
      Endlich das erlösende Klack, als das Schloss den Bemühungen des Knaben unterlag und die fahrigen Hände unter verschwommenen Blicken die Schublade aufzogen.Nach kurzem, hastigem Wühlen brachten sie die Fotos zum Vorschein. Jene Fotos, die Mutter stets vor den fahrigen Händen versteckt halten wollte. Die Fotos, die so Gott wollte die Antworten bereithielten.
      Eine alte Frau. Ausgeweidet. Ihr Innerstes nach außen gekehrt. Der Herzschlag dröhnte in den Ohren, beschleunigte sich. Ebenso der Atem. Weitere Bilder zogen am Auge vorbei. Schreckliche Details. Blut, Gekröse, der gebrochene Blick der alten Frau. Leere Augen, die früher so liebevoll geblickt hatten.
      Immer schneller huschten die körnigen Fotos vorbei, passten sich dem schlagenden Herz an, das kurz davor zu stehen, zu zerbrechen.
      Von hinten ein lautes Poltern, als die Tür aufgestoßen wurde. Mutter.
      „Jack? Was in Gottes Namen tust Du da?!“

      Jack erwachte, schweißgebadet.
      „Klasse.“ Dachte er zynisch. „Wäre das hier ein Film,hätten wir das Klischee dann auch abgearbeitet.“
      Langsam setzte er sich auf, betrachtete seine Hände, die von der blinkenden Neonreklame draußen in die unaussprechlichsten Farben getaucht wurden. Es waren die gleichen Hände wie in seinem Traum, nur größer,rauer, älter, viel älter. Die Hände eines Mannes, der eine Menge erlebt hatte,ohne daran zu zerbrechen, aber auch ohne wirklich etwas aus seinem Leben gemacht zu haben. Hände, die taten, was sie wollten, passend zu Füßen, die den Weg gingen, den sie wollten.
      Jack zog sein Ding durch und war bisher gut damit gefahren.
      Er schwang seine Beine über die Bettkante, erhob sich von der Schaumstoffmatratze und tapste mit nackten Füßen zum Fenster. Durch die geklappten Jalousien schaute er nach draußen, linste hinüber zu dem übertrieben großen Neonchronometer, der über den unübersichtlichen Seitenstraßen Sohos thronte. Nachts um zwei aufzuwachen, weil man schlecht träumte, war etwas, das zu einem Kind passte, aber nicht zu einem Mann von 223 Jahren.
      Er wandte sich mürrisch vom Fenster ab und wankte ins Bad, um dort wichtigen Geschäften nachzugehen.
      Das Fiepen seines Gooseberry 5-PDAs riss ihn aus der Konzentration. Er hasste es, bei diesen Dingen gestört zu werden. Feindselig funkelte er durch die offene Tür das PDA auf seinem Nachttisch an und wägte ab, ob die Nachricht wichtig genug sein könnte, ihn von seinem aktuellen Vorhaben wegzuholen, oder ob er lieber erstmal das Angefangene zu Ende bringen sollte. Jack entschied sich für letzteres und schließlich gab der PDA auch auf, ihn vom Klo wegholen zu wollen.
      Zehn Minuten und ein Gefühl des erleichterten Schicksals später trat Jack an seinen Nachttisch heran und nahm das PDA zu Hand, dessen Display anklagend blinkte, damit um seine Aufmerksamkeit buhlte, andererseits ihn aber auch darauf hinweisen wollte, dass er einen Anruf verpasst hatte. Jack drückte und schob einen Moment auf dem Display herum und rief die hinterlassene Nachricht ab. Der Holograph warf etwa dreißig Zentimeter über sich ein undeutliches, aber halbwegs erkennbares, dreidimensionales Konterfei eines Mannes in den Raum, der nicht bester Laune zu sein schien. Seine Stimme hallte metallisch von den Wänden des kleinen Schlafzimmers wider.
      „Mister…ähm…Heartless?Mein Name ist Liutenant Rockwell. Ich rufe Sie an, weil sie auf der ersten Schnellwahltaste eines…ähm…“
      Der Kopf beugte und drehte sich ein wenig zur Seite, als würde Rockwell etwas ablesen, dann wandte er sich wieder der Übertragungscam zu und fuhr fort.
      „Patrick Stone.“
      Patrick? Jack stutzte. Was war denn jetzt schon wieder los? Hatte er sich wieder mal zu einem Reinigungsritus hinreißen lassen, der beinhaltete, nackt durch die Flure des Gebäudes zu tanzen und „I’m a little teapot“ zu singen? Jack wusste von vergangenen Gelegenheiten dieser Art, dass Menschen, die vor allem im Vorfeld nicht von solchen Vorhaben informiert wurden,mit nur wenig Verständnis auf so etwas reagierten. Hatte Jack noch genug Geld auf seinem abgenutzten Credstick eingetragen, um die Kaution zu blechen?
      „Wie soll ich sagen, Mister Heartless,“ fuhr Rockwell fort, „Mister Stone ist tot.“
      Jack hätte beinahe sein PDA fallen gelassen. Tot?
      „Wir hatten gehofft“ setzte der Holokopf seine Nachricht fort, „Sie könnten uns möglicherweise nähere Informationen über Mister Stone und seine…ähm…Gewohnheiten geben.“
      Seine Gewohnheiten? Hatten sie etwa Patricks „Geisterjäger“-Utensilien,wie er sie immer genannt hatte gefunden. Jack war immer wieder überrascht, wie schnell er sich daran gewöhnte, von Leuten im Plusquamperfekt zu sprechen. War es das eigene Alter, das ihn so abstumpfen ließ? Oder die Tatsache, wie viele Menschen,die ihm schon nahe gestanden haben, bereits gestorben waren?
      Der Kopf sprach weiter: „Wir würden Sie bitten, morgen aufs Revier am Piccadilly zu kommen, damit wir ihnen die eine oder andere Frage stellen können. Vielen Dank.“
      Das Hologramm erlosch mit Ende der Nachricht und ließ einen nachdenklichen Jack allein zurück.

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    • Ein Ergebnisausschnitt von heute. Wie immer: Wer Tippfehler findet, kann sie gern behalten.

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      Die Inneneinrichtung oben wechselte häufiger, als manche Menschen ihre Unterwäsche und auch dieses Mal stand das Interieur im starken Gegensatz zu dem eher technokrat designten Puff unten. Mama Maggie hatte offenbar ihr Faible für das Orientalische entdeckt. Überall lagen pastellene Kissen herum und ebenso in Pastellfarben gehaltene, semitransparente Stoffbahnen hingen von der Decke. Mama Maggie selbst lag am anderen Ende des Raumes auf einer Oberfläche von der Größe zweier Queen Size Betten, nuckelte, in dem Moment als Jack das…Büro? Schlafzimmer? Spielzimmer? Den Raum betrat, lasziv am Mundstück einer gigantischen Wasserpfeife. Mit dem zuvor eingeatmeten Wasserdampf hauchte sie mit tiefer Stimme eine Begrüßung über ihre vollen Lippen.
      „Jack. Tritt doch näher. Mach‘s Dir bequem.“
      Jack griff sich einen der wenigen richtigen Stühle im Raum, stellte ihn neben Mama Maggies Lager ab und nahm rittlings drauf Platz. Das hatte mehrere Gründe. Der vorrangige war allerdings Mama Maggie selbst. Obwohl Jack wusste, dass sie weit jenseits der fünfzig war, hatte sie den Körper einer Frau Anfang zwanzig. Einer abartig schönen Frau Anfang zwanzig. Ihre transparente Pluderhose überließ ebenso wenig der Phantasie, wie der ebenso transparente Bolero, der sich über ihre Brüste spannte und nur mit Mühe die wohlproportionierte Oberweite Maggies bändigen konnte. Jack war ob des Anblicks froh, dass Mama Maggies Sicht auf seine Front durch die Stuhllehne verdeckt wurde.
      „Was soll das Jack.“ Mama Maggie klopft mit eleganten, merkwürdig fließenden Bewegungen neben sich auf die offenbar weiche Liegeoberfläche. „Leg Dich zu mir.“
      „Du weißt genau, was dabei das letzte Mal passiert ist, Maggie. Und dafür bin ich grad wirklich nicht in Stimmung.“
      „Oh“, sie lächelte in einer perfekten Symbiose aus unschuldig uns lasziv, „das kann ich ändern.“
      Auch Jack lächelte.
      „Daran habe ich überhaupt keine Zweifel. Unter normalen Umständen auch sehr gerne. Aber dafür fehlt mir einfach grad die Zeit. Ich brauche Deine Dienste.“
      Maggie grinste wissend und Jack berichtigte sich hastig: „Deine Informationen, Maggie.“
      Maggies Schmollmund, von dem Jack genau wusste, dass er gespielt und kalkuliert war, hätten ihn beinahe doch zu ihr aufs Lager gezogen, aber er beherrschte sich. Mit einer weiteren fließenden Bewegung glitt Maggie von ihrer Liegefläche herunter an Jack vorbei durch den Raum, nicht ohne einen lächelnden Seitenblick zwischen Jack und die Stuhllehne zu werfen. Sie legte sanft eine Hand an einen bestimmten Punkt der Wand, wo direkt darauf ein grünes Rechteck um sie herum aufleuchtete. Die Wand teilte sich Geräuschlos und ein weiteres Zimmer kam zum Vorschein. Nicht so groß, nicht so dekadent, eindeutig für trockenere Angelegenheiten gedacht.
      Maggie schaute über die Schulter zu Jack zurück.
      „Kommst Du?“ Die Mehrdeutigkeit ihrer Worte war offensichtlich.
      „Ja.“
      Bevor Jack aber aufstehen konnte flötete Mama Maggie grinsend: „Aber pass auf, dass Du beim Aufstehen nicht am Stuhl hängen bleibst.“ Dann wandte sie sich ab und glitt ins Büro, hinter den Schreibtisch.
      Jack sah ihr einen Augenblick nach, stand dann sehr viel vorsichtiger auf, als kurz zuvor noch beabsichtigt, und folgte Maggie ins Büro.
    • Hier mal eine etwas...nun ja, weniger lustige Szene.

      Spoiler anzeigen
      „Jack?“ setzte Theodor kleinlaut an.
      „Nicht jetzt.“ Murmelte Jack. „Ich hab zu tun.“
      „Aber, ich glaube es ist wichtig.“ Theodors Stimme klangimmer dringlicher, beinahe ängstlich. Zumindest ängstlich genug, dass Jackseine Arbeit unterbrach. Auch Willow schaute auf.
      „Was ist das?“ murmelte sie erschrocken.
      Und jetzt fühlte es auch Jack. Eine Art Vibration aufelementarer Ebene, die die Komplette Technik in seinem Kopf durcheinanderbrachte. Etwas kam. Und was immer es war, es war mächtig. Und es kam von unten.Die Glyphe am Boden begann zu kochen und blasen zu werfen. Der ohnehin schonwiderliche Gestank der Zusammensetzung intensivierte sich noch ein wenig mehr,bevor er verdampfte und in einer grüngelblicher Wolke aufstieg. Willow war einpaar Schritte rückwärts getaumelt und sah ich nahezu panisch um. Die Vibrationerschütterte jetzt nicht mehr nur die geistige Ebene sondern war sehr real undbrachte die Maschinen in der Halle und die Gegenstände auf den zahlreichen anden Wänden stehenden Regalen zum Klappern. Es wurde deutlich wärmer. Hektisch sah Jack sich um. Theodor zitterteund deutete auf einem Punkt mittig in der Halle. Jack folgte dem Fingerzeig.Die Luft in der Mitte der Halle flimmerte, wie unter großer Hitze. Aber eswaren nicht die Maschinen oder der Boden, der zu blubbern begann, nein, es wardie Realität selbst. Auch Jack wich jetzt einige Schritte zurück und krempeltedie Ärmel seines Mantels und seines Hemdes hoch. Etwas kam aus dem Boden. Eswar schwer zu beschreiben. Es war nicht so, dass die
      materielle Welt außer von der Vibration beeinflusstwurde. Es war vielmehr so, dass etwas von jenseits der Realität in die Realitäteindrang oder überwechselte oder etwas in der Art. Die Luft bekam einemerkwürdig rötliche Färbung. Wellen schienen zu wabern.
      „Oh Scheiße…“ murmelte Theodor über das Vibrieren hinweg.
      Aus allen Ecken der Halle schien sich eine Stimme aus derLuft zu generieren. Sie war tief und Jack hatte keine andere Assoziation alsaußerweltlich. Und doch sprach sie englisch.
      „Ihr seid in mein Refugium eingedrungen. Ihr seid hiernicht willkommen. Dafür werdet ihr zahlen.“
      Ein gigantischer sich peristaltisch auf- und abblähenderBalg manifestierte sich vor ihnen. Er reichte beinahe bis zur Decke und zu denjeweiligen Seiten der Halle.
      Willow schrie auf: „Eine Chimäre!“
      Konnte das wahr sein? Jack hatte bisher immer nur davongehört. Eine Verbindung unzähliger Typ 3, die sich zu einer einzigen Entitätverbunden hatten. Unglaublich mächtig und, wie Jack sich jetzt immer sichererwurde, unglaublich böse.
      „Scheiße.“ Stellte jetzt auch Jack fest.
      Eine Energiewelle riss die Fabrikationsmaschinen zurSeite und schleuderte sie an die Seiten der Halle, wo sie Regale umrissen. DerKrach war Ohrenbetäubend.
      „Ihr werdet jetzt sterben!“ grollte die Stimme derChimäre und wie aufs Stichwort nahm die Hitze noch ein wenig zu.
      Plötzlich stürmte Willow vor und kniete vor der Chimärenieder.
    • Nach langer Zeit mal ne kleine Leseprobe, für die, die es interessiert.

      Spoiler anzeigen
      Das blinkende Lichterfeuerwerk Sohos wirkte für Neulinge und Touristen auf den ersten Blick beeindruckend und sicherlich auch anziehend. Verheißungsvoll. Lebte man hier, konnten die bunten Farben allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier nicht grade die Creme de La Creme frequentierte. Und wenn doch, bekamen es die normalen Freier sicherlich nicht mit. Es war nicht in dem Sinne ein Elendsviertel, aber wer sich hier regelmäßig aufhielt und kein „Gast“ war, hatte dunkele Zeiten gesehen. Und dunkele Seiten. Der Gesellschaft, ganz besonders aber des Individuums. Und doch, Jack lebte gern hier. Untereinander hatte man Respekt und war im Grunde eine Art große Familie mit jeder Menge schwarzer Schafe. Natürlich gab es auch hier Konkurrenzkampf, allerdings nur, wenn sich Triaden, Mafia oder ähnliche äußere Einflüsse in Soho breitmachen wollten. Das Viertel war Mittlerweile eine eigene Instanz, in der zwar jedes Individuum willkommen war, besonders, wenn es zahlen konnte, das aber einer quasianarchischen Struktur folgte. Man sah zu, dass man über die Runden kam und versuchte, niemand anderem zu schaden. Man saß immerhin im selben Boot. Insofern gab es auch nicht den klassischen Loddel, der seine Nutten verprügelte, wenn sie nicht genug Geld einbrachten, sondern man war füreinander da. Für das, was es war, war es fair.
      „Mama Maggies Marketplace“ war nicht nur eins der am besten frequentierten Bordelle in Soho, Mama Maggie hatte auch immer ein Ohr auf den Schienen, wie man in den alten Zeiten sagte. Anders ausgedrückt, wenn man Informationen brauchte, ging man am besten zu Mama Maggie. Sie kannte so ziemlich jeden und wusste über so ziemlich alles Bescheid. Und, das war im Augenblick das wichtigste, sie schuldete Jack noch einen Gefallen.
      Nachdem er am Türsteher vorbei war, der blonde Fritz, ein breitschultriger junger Mann aus Kenia, schob heute Dienst, ging Jack gemessenen Schrittes durch den Korridor, der in das eigentliche Etablissement führte. Sein Spiegelbild blickte ihn von den blanken, schwarzen Fliesen herauf an. Durch die nummerierten Fenster, die links und rechts den Gang säumten, blickten ihn die „Angestellten“ an, leckten ihm zu, Zwinkerten, zogen alle Register, die ihre Körper und Ausstrahlung zu bieten hatten, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Jack gab sich Mühe, für das alles keinen Blick zu haben, ebenfalls mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg und betrat schließlich den Rezeptionsbereich.
      Hier erwartete ihn Gott sei Dank keine KI, die wie Kryton aussah, sondern sein alter Kumpel Gus, ein Futa, der schon seit Jahren für Mama Maggie arbeitete. Nicht immer als Rezeptionistin, sondern auch gern mal als Mann fürs Grobe und, in Konsequenz dann auch häufig als Rausschmeißer.
      „Jack!“ fistelte er aufrichtig erfreut. „Menschenskinder, wenn ich nicht wüsste Du wärst es, würd ich sagen, Du BIST es!“
      „Gus! Schön, Dich zu sehen.“
      Sie umarmten sich freundschaftlich über den Tresen hinweg, dann wurde Gus‘ Mine düster.
      „Ich hab das von Patrick gehört. Wirklich tragisch.“
      „Das hat sich ja schnell rumgesprochen.“ Stellte Jack fest.
      „Ja. Maggie hat einen Kontakt bei der Polizei, der sie immer mit Neuigkeiten versorgt.“
      „War klar…“
      „Jedenfalls hat sie schon damit gerechnet, dass Du kommst. Ich denke mal, Du hast die gleichen Schlussfolgerungen gezogen wie sie? Dass eine Professionelle ihn ausgeknipst hat? Und wir wissen beide, dass ich nicht von einer Auftragskillerin spreche.“
      „Ja.“ Jack seufzte. „Das wissen wie beide. Und ja, deshalb bin ich hier.“
      Gus klappte die Schankplatte hoch und machte eine einladende Geste.
      „Dann geh mal durch. Du kennst den Weg ja.“
      Jack passierte die Theke, legte Gus kurz die Hand auf die Schulter und schob sich durch den schweren, nachtfarbenen Samtvorhang, enterte die Stufen hinauf in Mama Maggies Privatgemächer, die nur für Geschäftliches außerhalb der Horizontale oder ganz besondere Kunden innerhalb der Horizontale verfügbar war.
      Die Inneneinrichtung oben wechselte häufiger, als manche Menschen ihre Unterwäsche und auch dieses Mal stand das Interieur im starken Gegensatz zu dem eher technokrat designten Puff unten. Mama Maggie hatte offenbar ihr Faible für das Orientalische entdeckt. Überall lagen pastellene Kissen herum und ebenso in Pastellfarben gehaltene, semitransparente Stoffbahnen hingen von der Decke. Mama Maggie selbst lag am anderen Ende des Raumes auf einer Oberfläche von der Größe zweier Queen Size Betten, nuckelte, in dem Moment als Jack das…Büro? Schlafzimmer? Spielzimmer? Den Raum betrat, lasziv am Mundstück einer gigantischen Wasserpfeife. Mit dem zuvor eingeatmeten Wasserdampf hauchte sie mit tiefer Stimme eine Begrüßung über ihre vollen Lippen.
      „Jack. Tritt doch näher. Mach‘s Dir bequem.“
      Jack griff sich einen der wenigen richtigen Stühle im Raum, stellte ihn neben Mama Maggies Lager ab und nahm rittlings drauf Platz. Das hatte mehrere Gründe. Der vorrangige war allerdings Mama Maggie selbst. Obwohl Jack wusste, dass sie weit jenseits der fünfzig war, hatte sie den Körper einer Frau Anfang zwanzig. Einer abartig schönen Frau Anfang zwanzig. Ihre transparente Pluderhose überließ ebenso wenig der Phantasie, wie der ebenso transparente Bolero, der sich über ihre Brüste spannte und nur mit Mühe die wohlproportionierte Oberweite Maggies bändigen konnte. Jack war ob des Anblicks froh, dass Mama Maggies Sicht auf seine Front durch die Stuhllehne verdeckt wurde.
      „Was soll das Jack.“ Mama Maggie klopfte mit eleganten, merkwürdig fließenden Bewegungen neben sich auf die offenbar weiche Liegeoberfläche. „Leg Dich zu mir.“
      „Du weißt genau, was dabei das letzte Mal passiert ist, Maggie. Und dafür bin ich grad wirklich nicht in Stimmung.“
      „Oh“, sie lächelte in einer perfekten Symbiose aus unschuldig uns lasziv, „das kann ich ändern.“
      Auch Jack lächelte.
      „Daran habe ich überhaupt keine Zweifel. Unter normalen Umständen auch sehr gerne. Aber dafür fehlt mir einfach grad die Zeit. Ich brauche Deine Dienste.“
      Maggie grinste wissend und Jack berichtigte sich hastig: „Deine Informationen, Maggie.“
      Maggies Schmollmund, von dem Jack genau wusste, dass er gespielt und kalkuliert war, hätten ihn beinahe doch zu ihr aufs Lager gezogen, aber er beherrschte sich. Mit einer weiteren fließenden Bewegung glitt Maggie von ihrer Liegefläche herunter an Jack vorbei durch den Raum, nicht ohne einen lächelnden Seitenblick zwischen Jack und die Stuhllehne zu werfen. Sie legte sanft eine Hand an einen bestimmten Punkt der Wand, wo direkt darauf ein grünes Rechteck um sie herum aufleuchtete. Die Wand teilte sich Geräuschlos und ein weiteres Zimmer kam zum Vorschein. Nicht so groß, nicht so dekadent, eindeutig für trockenere Angelegenheiten gedacht.
      Maggie schaute über die Schulter zu Jack zurück.
      „Kommst Du?“ Die Mehrdeutigkeit ihrer Worte war offensichtlich.
      „Ja.“
      Bevor Jack aber aufstehen konnte flötete Mama Maggie grinsend: „Aber pass auf, dass Du beim Aufstehen nicht am Stuhl hängen bleibst.“ Dann wandte sie sich ab und glitt ins Büro, hinter den Schreibtisch.
      Jack sah ihr einen Augenblick nach, stand dann sehr viel vorsichtiger auf, als kurz zuvor noch beabsichtigt, und folgte Maggie ins Büro.