Review Amphi 2019 - Samstag, 20.07.2019

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    • Review Amphi 2019 - Samstag, 20.07.2019

      Ein Thema für den Festival-Samstag war auch das Wetter. Mit der Ansage der ersten Bands wurden auch bereits organisatorische Hinweise gegeben: Im Falle eines Gewitters würde das Festival unterbrochen und das Gelände geräumt, das Festival würde aber nicht abgebrochen. Letztendlich war das Amphi aber nahezu verschont geblieben. Gegen 18:30 Uhr stürmte es für ein paar Minuten, dann gab es ein paar Wolkenblitze. Ansonsten zog noch der eine oder andere Regenschauer über uns hinweg.

      Gut reagiert wurde, indem der erste Einlaß zur Orbit Stage auf der MS Rheinenergie von 13:30 Uhr um zehn Minuten vorgezogen wurde, so daß wir weniger im Regen stehen mußten. Opener dort waren Ash Code aus Italien. Für die ersten drei Bands sah die Running Order eine Spielzeit von 45 Minuten vor. Aufgrund dessen hatten Ash Code von ihrer "normalen" Setlist, die inklusive Intro und Zugaben 22 Positionen umfaßt, zehn Songs streichen müssen, darunter die 2017er Single Icy Cold und den Zugabenblock. Los ging es mit dem Intro, auf das Nite Rite folgte. Alle drei Alben wurden in etwa gleichem Umfang berücksichtigt. Es folgten Crucified, Empty Room, Betrayed, Disease, Posthuman, Oblivion, Want, Perspektive, Drama und Dry Your Eyes.

      Während Ash Code schon auf den verschiedensten Bühnen in Köln standen, war die zweite Band auf der MS Rheinenergie, Hearts Of Black Science, bislang irgendwie vollständig an mir vorbeigegangen, bevor sie in der Amphi-Running-Order für die Orbit Stage auftauchten. Es handelt sich um ein Duo aus Schweden, das bereits im Jahr 2005 gegründet wurde. Ihre Musik beschreibt die Band auf ihrer Bandcamp-Seite als eine Kombination aus Shoegaze, Goth, Indie, Post-Rock & Electronica mit Fokus auf Melodien und dunklen Texten.

      Von Agent Side Grinder als dritter Band auf der Orbit Stage habe ich nur die ersten Minuten noch mitgenommen. In der neuen Besetzung hatten sie mich bereits letztes Jahr nicht mehr überzeugen können. Zwar hat auch das neue Album ein paar geniale Songs. Aber die Neu-Arrangierung der alten Songs gefällt mir nicht.

      Volker Zacharias und Axel Ermes gehörten und gehören zu zahlreichen bedeutenden Hamburger Bands. Im letzten Jahr standen sie beim Amphi-Festival noch mit ihrer Band Girls Under Glass auf der Theater-Stage. Dieses Jahr kehrten sie als Gitarrist und Keyboarder von The Cassandra Complex auf selbige Bühne zurück. Als weiterer Gitarrist war Andy Booth mit dabei. Sänger Rodney Orpheus hat zwischen den Songs viel erzählt und die Zurufe des Publikums kommentiert. Unter anderem wurden dargeboten: Second Shot, Give Me What I Need, The War Against Sleep, Moscow Idaho.

      Auf der anderen Rheinseite im Blue Shell trafen im Jahr 1985 Thomas Elbern und Mic Jogwer erstmals aufeinander. Aus diesem Treffen hervorgegangen ist die Band Pink Turns Blue. Nach zahlreichen Umbesetzungen besteht die Band seit ein paar Jahren aus Mic Jogwer, Rübi Walter und Paul Richter. Während die Band in den letzten Jahren nie mehr als vielleicht eine Handvoll Shows oder Festivals gespielt hat, ist sie 2019 von Februar bis Oktober unterwegs. Auf dem Amphi-Festival gehörten zur Setlist unter anderem: Walk Away, Walking On Both Sides, After All, Can't Be Love, Your Master Is Calling.