Alien Sex Fiend - 17.07. in der Essigfabrik Köln

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    • Alien Sex Fiend - 17.07. in der Essigfabrik Köln

      Vergangenen Samstag traf sich das Untergrund-Volk jeglicher Couleur in der Essigfabrik in Köln zum Konzert von Alien Sex Fiend und Bettina Köster. Vorerst wurden die Zelte jedoch draußen aufgeschlagen, da man den Biergarten mit Bockwurst gegenüber der warmen und stickigen Halle doch den Vorzug gab, wenn man mal von einigen Hardcore-Fans absieht, die sich gleich vor der Bühne postierten.
      Schon dort machte sich die Meldung breit, dass Bettina Köster ausfällt, da sie im Verkehr stecken geblieben ist.

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      So kam es dann auch, dass Alien Sex Fiend um 21 Uhr die Bühne betraten, Nik Fiend wie immer im amtlichen Nosferatu-Style (mit Priesterkragen), von dem sich Klaus Kinski noch ne Scheibe abschneiden kann. Zwischen der abgefahrenen Bühnendeko mit bemalten Schaufensterpuppen und aufgespießten Schädeln erklangen die Töne zu „I walk the line“, also gleich ein ganz großer Kracher zu Beginn, um die Menge aufzuheizen. Ganz im Gegensatz zur Album-Version war die Live-Version des Songs eher elektronisch, experimentell und minimal, was sich so durch das Konzert und zumindest durch die kommenden 2 Songs ziehen sollte.
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      Dann ging es weiter mit eher Bekanntem. Nicht nur mit dem Song „Thunderrise“, nein, auch mit der ASF-typischen großen Aufblasbanane, mit der das Publikum bespaßt wird. Diese warf Nik Fiend dann auch in die Menge, die bei dem Song, vielleicht aber auch durch dieses Spielzeug, merklich wacher wurde.
      Brot und Spiele sollte es auch wenige Songs später bei „Now I’m feeling zombified“ geben, als sich Nik Fiend eine große Mülltonne schnappte und zwischen den Lagen an Zeitungspapier Plastikknochen und –schädel fand, die er ins Publikum warf (ich hab übrigens einen Knochen gefangen). Darauf schloss sich ein Kontrastprogramm an, denn der nächste Song, dessen Namen ich leider nicht weiß, war ein hartes Techno-Stampfbrett, das man wohl heutzutage beruhigt an jedem Electro-Industrial-Abend der lokalen Disco laufen lassen könnte.
      Weiter ging es mit 2 Songs, die eher Oldschool daherkamen, unter anderem „Get into it“, bei dem Nik Fiend ein Buch hervorholte und den Text verkündete. Böse Zungen würden ja von ablesen reden, aber er ist ja nicht Peter Heppner.

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      Als es dann langsam Richtung Ende des Abends zuging wurden noch die ganzen alten Discokracher ausgepackt, auf die jeder gewartet hat, so unter anderem „Hurricane Fighter Plane“, „E.S.T (trip to the moon)“ und „Boneshaker Baby“, welche die Menge, die in der Mitte ohnehin nur ein großer tanzender Haufen war, noch mal richtig zum Abgehen und Mitfeiern bewegte.

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      Der ganze Spaß war dann gegen 23:30 Uhr zu Ende, also nach rund 2 ½ Stunden. Auf jeden Fall ein sehr gelungenes Konzert, was eventuelle Traurigkeit ob der Absage Bettina Kösters sehr schnell den Garaus machte.

      Entschuldigt bitte die schlechten Bilder, ich hab leider keine Profiausrüstung und so muss meine kleine Pocketcam herhalten.
    • War ein wirklich sehr feines Konzert. Mensch hat gemerkt, dass es dem Bühnenpersonal Spass gemacht hat.
      Remember: a paranoid is simply someone in possession of all the facts. ~ Spider Jerusalem
      If everything seems to be going well, you have obviously overlooked something ~ Capt. Edward A. Murphy
      Du sagst, ich bin ja gegen alles hier, und du hast Recht.
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    • RE: Alien Sex Fiend - 17.07. in der Essigfabrik Köln

      Strange Zombie-Kitten schrieb:

      ... „I walk the line“, also gleich ein ganz großer Kracher zu Beginn, um die Menge aufzuheizen. Ganz im Gegensatz zur Album-Version war die Live-Version des Songs eher elektronisch, experimentell und minimal, was sich so durch das Konzert und zumindest durch die kommenden 2 Songs ziehen sollte.

      Bei mir kam "I Walk The Line" irgendwie nicht so richtig an, im Gegensatz zum Rest des Konzerts, als ob Band und/oder Technik noch nicht so richtig "warm" gewesen wäre.

      Strange Zombie-Kitten schrieb:

      Darauf schloss sich ein Kontrastprogramm an, denn der nächste Song, dessen Namen ich leider nicht weiß, war ein hartes Techno-Stampfbrett, das man wohl heutzutage beruhigt an jedem Electro-Industrial-Abend der lokalen Disco laufen lassen könnte.


      Wie ich fand, der mit Abstand schlechteste Song des Abends. Was mir auch nicht zugesagt hatte, und was ich dann zum Holen einer Runde Bier genutzt hatte war:

      Strange Zombie-Kitten schrieb:

      „Get into it“, bei dem Nik Fiend ein Buch hervorholte und den Text verkündete. Böse Zungen würden ja von ablesen reden, aber er ist ja nicht Peter Heppner.


      Zugegebenermaßen hatte ich als nicht der große ASF-Fan auch ein Ablesen in Überlegung gezogen. Aber Peter Heppner liest ja auch nicht ab, sondern braucht seine Texte nur als Netz und doppelten Boden. Anders habe ich das bei Peter Spilles mit Project Pitchfork vor ein paar Jahren (bzw. Jahrzehnten?) im Kölner Underground erlebt. Der hätte ohne Texte nicht mehr weitergewußt. Kurios war auch ein Auftritt von Phillip Boa & The Voodooclub. Boa war an einer Stelle der Text entfallen hatte daraufhin fast zu heulen begonnen. Jedenfalls hatte er eine kurze Zeit gebraucht, um weiterzusingen.
    • RE: RE: Alien Sex Fiend - 17.07. in der Essigfabrik Köln

      Alex schrieb:

      Anders habe ich das bei Peter Spilles mit Project Pitchfork vor ein paar Jahren (bzw. Jahrzehnten?) im Kölner Underground erlebt. Der hätte ohne Texte nicht mehr weitergewußt.


      War im Rahmen der ersten Bootleg Series im Underground, muß so 1999 gewesen sein. Aus der Boodleg-Session wurden dann Seeed und White Stripes bekannt.

      Spilles hatte wirklich bei klassikern den text vegessen.