dAVOS and friends am 07.06.12 im MTC

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    • dAVOS and friends am 07.06.12 im MTC

      "dAVOS and friends" im MTC

      Die österreichische Synthiepop-Band „dAVOS“ beehrte am 07.06.12 das Kölner MTC und ließ im Keller mit den Vorbands „Candyslade“ und „Atomic Neon“ die Puppen tanzen. Wir nahmen das Mini-Festival zum Anlass, die drei unterschiedlichen Bands kennen zu lernen.

      Das Kölner MTC ist bei Metal-Anhängern schon lange eine bekannte Pilgerstätte, kühles Bier, gemütliches Kellerambiente und gute Musik konnten aber auch uns vollkommen überzeugen. Für alle, die das MTC noch nicht kennen, beschreibt man die Lokalität am besten als urigen Musikkeller mit Charme und Wohlfühlcharakter.
      Beste Voraussetzungen für ein kleines Festival.


      Candyslade

      Schnell füllte sich der Platz um die Bühne herum als „Candyslade“ die Bühne betritt. Das musikalische Duo, besehend aus Sängerin und Keyboarderin Eve und Sänger und Bassisten Rick, konnten das Publikum direkt für sich gewinnen. Eine zuckersüße Mischung aus New Wave und Electropop, garniert mit melancholischen und angenehm düsteren Einflüssen im Kontrast, beschreiben am Besten den Stil der Band. Frontfrau Eve kokettiert auf der einen Seite gekonnt mit mädchenhaftem Charme und verspieltem Gesang (vielleicht vergleichbar mit „Chibi“ von „The Birthday Masscre“), brilliert stimmlich aber insbesondere bei ernsteren und melancholischeren Passagen (wie bei „Phone Voice Phantom Skin“). Poppig, eingängig und ohrwurmig kommt „Impatience“ daher und bringt das Publikum zum Tanzen. Ein absoluter Anspieltipp, für alle Freunde des 80er-Jahre Pops.
      Ein gelungener Auftakt des Abends, bei dem man sich einzig und allein ein wenig mehr Ansprache zum Publikum gewünscht hätte. Wir hoffen, bald schon mehr von „Candyslade“ zu hören!



      Atomic Neon

      Nach kurzen und reibungslosen Umbauten auf der Bühne, füllte sich diese merklich. Die sechs Mitglieder von „Atomic Neon“ betraten die Bühne brachten die wartenden Fans zum Jubeln. Wie auch schon bei „Candyslade“, unterstützten auch hier viele Fans die lokal beliebte Band und stiegen schon beim ersten Song voll mit ein. Ohne einleitende Worte legte die Band los und brachte hervorragende, klassisch handgemachte Musik zum Besten. Zwei Gitarren, ein Bass, ein Schlagzeug, ein Keyboard und ein Sänger lieferten harte, rockige und eindringliche Töne und eine überzeugende Klangcollage ab. Einzig und allein wäre wünschenswert gewesen, dass die beeindruckend variable Stimme Rio Blacks etwas weniger von den Instrumenten überlagert gewesen wäre. Titel aus dem neuen Album wie „Down“ konnten genauso überzeugen wie das sau rockige und rotzige „Herrgott“. Bei „I am black“ meint man einen Hauch „The Cure“ und „The Sisters of Mercy“ zu hören, was aber auch daran liegen kann, dass die Band mit einer Mischung aus düster melancholischen Klängen und Coldwave auch viele Facetten der 80er Jahre Musik aufgreift. Mit einer lautstark verlangten Zugabe, verabschiedet sich die Band aus Essen von der Bühne.



      dAVOS

      Auch der Hauptact lies nicht lange auf sich warten. Auch wenn einige Zuschauer (möglicherweise bedingt durch die Uhrzeit und den folgenden Arbeitstag) bereits den Laden verlassen haben, scharten sich bei den ersten Tönen schnell alle um die Bühne. Mit charmanten Worten begrüßte Frontmann Eric Nelson nach dem ersten Song das Publikum und teilte den einen oder anderen augenzwinkernden Seitenhieb an seine Bandkollegen Matt C. und Michael Ruin aus. Mit einer Menge Elan, guter Laune und tanzbaren Klängen, begeistern die drei Wiener das MTC. Angenehm aufgefallen ist außerdem, dass die Band mit dem Publikum interagiert und immer wieder in Dialog tritt. Das, und das musikalisch abwechslungsreiche Programm, unterhielten das Publikum sehr gut und ließen das Tanzbein schwingen. Songs wie „These days“ sind eindeutig 80er Jahre-Pop angehaucht und überzeugen mit ohrwurmigen Chorus und dramatischer Performance Nelsons. „Decline“ kommt fast schon „Bodypoppig“ daher und setzt verstärkt auf elektronische Klänge. Nach viel beschrieenen und beklatschen Zugaberufen, heizte die Band noch einmal mit einem Cover zu „Always on my mind“ und zwei weiteren Stücken ein und beschlossen damit einen gelungenen Abend.

      Wir würden uns freuen, weitere Konzerte und Festivals dieser Art in der Kölner Innenstadt besuchen zu können und begrüßen die gewagte Mischung, drei Bands, die auf den ersten Blick doch sehr unterschiedlich sind.












      Preisfrage:
      1. Anna Blume hat ein Vogel,
      2. Anna Blume ist rot.
      3. Welche Farbe hat der Vogel?
    • Springteufel schrieb:

      Wir nahmen das Mini-Festival zum Anlass, die drei unterschiedlichen Bands kennen zu lernen.

      Dann warst Du das also doch, die ich da im MTC gesehen hatte.

      Zu Candyslade muß ich sagen, daß sie mir damals, als sie noch in Viererbesetzung auftraten, besser gefallen haben. In Zweierbesetzung habe ich sie nun das zweite Mal gesehen. Dabei gefällt mir nicht, daß ein Großteil der elektronischen Klänge nach Knopfdruck automatisch aus dem Computer kommen.

      Atomic Neon habe ich das erste Mal live gesehen. Ich war insbesondere wegen dieser Band dort, nachdem ich in einige Sachen im Internet reingehört hatte.

      Springteufel schrieb:

      Bei „I am black“ meint man einen Hauch „The Cure“ und „The Sisters of Mercy“ zu hören, ...

      Überhaupt erinnerte der Gesang an Robert Smith von The Cure.

      Springteufel schrieb:

      Auch wenn einige Zuschauer (möglicherweise bedingt durch die Uhrzeit und den folgenden Arbeitstag) bereits den Laden verlassen haben,

      Es waren auch viele Leute aus dem Ruhrpott dort. Und auch einen der Keyboarder von epic dreams aus Wuppertal habe ich dort gesehen, wie er sich vorzeitig verabschiedet hatte.


      Springteufel schrieb:

      Wir würden uns freuen, weitere Konzerte und Festivals dieser Art in der Kölner Innenstadt besuchen zu können und begrüßen die gewagte Mischung, drei Bands, die auf den ersten Blick doch sehr unterschiedlich sind.

      Das nächste Konzert dieser Art wird am 14.07. im Blue Shell stattfinden. Haupt-Act sind die oben bereits erwähnten epic dreams aus Wuppertal. Diese Band macht Electro, der etwas an den Electro-Wave der 80er erinnert. Direkt davor spielen defekt 86 aus Köln, deren Sänger ich auch im MTC getroffen habe. Dann wird die Gitarren-Bass-Fraktion zu Zuge kommen. Die erste Band Insect Plasma ist mir noch unbekannt.