Amphi Warmup im MTC: Black Rooster, Vadot, Audiorage

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    • Amphi Warmup im MTC: Black Rooster, Vadot, Audiorage

      Das zweite mal in kurzer Zeit trieb es uns in das MTC in Köln. Das Amphi Festival steht vor der Tür und das Line up im MTC verspricht eine musikalisch bunt gemischte Warm-up Party.
      Da an dem Abend noch zwei weitere Szeneveranstaltungen in Köln mit Liveacts aufwarten, versammelt sich eine überschaubare aber wohl gelaunte Menge im Kölner Musikkeller.




      Erster Act waren „Black Rooster“. An diesem Abend spielten Sänger Andreas Fischer und Gitarristin Anna Lena Plaza Mateos in minimalistischer Besetzung ältere Songs der Band. Was auf den ersten Blick vielleicht etwas karg wirkte, überzeugte beim ersten Hinhören doch direkt: Eine charmant unaufgeregtes und auf das wesentliche reduziertes Duo spielt poppige Songs mit melancholischen Momenten und rockigen Einschlägen. Dabei überzeugt vor allem der durchdringende und glasklare Gesang Andreas Fischers, der stellenweise deutlich an Depeche Modes Martin Gore erinnert und einen hohen Wiedererkennungswert hat.
      Gute Musik muss nicht immer glatt und tot-poliert daher kommen. Black Rooster beweisen, dass auch eine Gitarre, eine Stimme und gefühlvolle Songs vollkommen ausreichen, um eine gute Performance zu liefern. Anspieltip: One way ticket.




      Als nächstes betreten Vadot die Bühne. Das Berliner Trio hat uns 2010 mit ihrer EP „Massentauglich“ und dem Debutalbum „In Gottes Namen“ bereits überzeugt (hier die CD Rezension). Deswegen hofften wir auch an diesem Abend, neue Songs aus dem kommenden Werk „Teufels Beitrag“ geboten zu bekommen und sollten nicht enttäuscht werden. Ein sphärisch melancholisch angehauchter Einstieg mit „Die Schönste“ geht nahtlos über in rebellisch wütende Töne von „Sonst nichts“. Dabei wird jedem Song Leben und Gefühl eingehaucht, sei es vom dynamischen Schlagzeug, von der einnehmenden Soundkulisse aus dem Synthesizer oder der wandelbaren Stimme und Performance: „Beate von Shuffle“ am Schlagzeug, technisches Mastermind „Skeet“ und „Vadot“, zuständig für Gitarrenriffs und Vocals, harmonieren zusammen und haben merklich Spaß auf der Bühne.
      Das zeigen die energiegeladene Performance und die gute Auswahl der Songs aus dem neuen Album. Alle, die Vadot noch nicht kennen, hören rein! Anspieltip: „In Gottes Namen“.




      Der Abend gipfelt mit dem Auftritt von Audiorage. Mit der sechsköpfigen Kombo füllte sich die Bühne. Audiorage schmetterte den Fans an diesem Abend einen Song nach dem nächsten an den bangenden Kopf. Irgendwo im breiten Feld des Metals, mit Einschlägen die man von Slipknot und Limp Bizkit kennt, mit Scratches, tiefen, treibenden Gitarrenriffs und vor allem einer wahnsinnigen stimmlichen Kraft: da findet man Audiorage. Sängerin Vroni Zaby erinnert stimmlich immer mal wieder an Sandra Nasic und kostet die volle emotionale Bandbreite aus. Songs wie „Under arrest“, „Insane“ und das ohrwurmige „MDK“ hämmern von der Bühne. Letzterer wird von den hartnäckigen Fans noch einmal als Zugabe eingefordert.
      Wer Audiorage im MTC verpasst hat, hat am 7. September im Kölner Underground noch mal die Chance. Bis dahin hört doch mal in „Under arrest“ rein!

      Damit haben wir erneut einen tollen Abend im MTC verbracht und hoffen das nächste mal einzig und allein auf mehr Publikum. Jeder, der entspanntes Ambiente, humane Getränkepreise und gute Musik mag, sollte es als Pflicht sehen, das nächste mal das MTC zu beehren. Informationen zu kommenden Veranstaltungen gibt es wieder hier bei uns.



      myspace.com/audioragemusic
      myspace.com/blackroosterband
      myspace.com/vadotgore , vadot.de/
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